Die beliebteste Diskussion unter Mountainbikern und anderen Radsportlern ist derzeit „Bio oder E-Bike“, Gemeinsamkeiten scheint es wenige zu geben, am Ende findest du aber von beiden Protagonisten die Erlebnisse im Strava Stream. Frei nach dem Motto „Ist es nicht auf Strava, ist es nicht gewesen“ wie schon Johannes immer sagte.

E-Bikes polarisieren vielleicht wie nichts anderes in der Radsportwelt. Mittlerweile werden sie sogar von Profi Mountainbikern wie Nino Schurter dankend angenommen, um auch im Erholungsmodus Trails zu surfen oder die Fahrtechnik zu verbessern. Nina Benz geht da eher oldschool an die Sache heran und lässt sich mit dem guten alten Schlauch ziehen. Denn diesen braucht wirklich niemand mehr heutzutage in seinem Reifen, außer vielleicht Kai Saaler mit „seinen“ Tubolito Tubes.

Aber sowohl die Cross Rakete Nina Benz als auch Kai Saaler folgen dem Prinzip „Ist es nicht auf Strava, ist es nicht gewesen„. Ich habe lange überlegt mit welchem Artikel ich diesen Blog starte und denke es gibt nichts besseres als mit meiner Hass-Liebe Strava. Strava bewirbt sich selbst als die beste App für Läufer und Radfahrer. Ist es so? Und vor allem, ist es wirklich nicht gewesen, wenn es nicht auf Strava ist?

Ist es nicht auf Strava, ist es nicht gewesen?

Strava, Komoot, TrainingPeaks

Strava kann von allem ein bißchen. Natürlich hat TrainingPeaks die bessere Software wenn es um Trainingsplanung und Auswertung geht, Komoot bietet sowohl was die soziale Integration angeht als auch was das Routing angeht vergleichbare Erlebnisse. Dazu Garmin Connect, Hammerhead Dashboard oder Wahoo.

Letztendlich haben aber die meisten unter uns trotzdem (oder gerade deswegen) einen Strava Account. Strava ist was fürs Auge, die Daten sind hübsch aufbereitet und bieten durch die Segmente auch einen gewissen Mehrwert. Und am Ende zählt halt auch das neue Gefällt mir in Form von Kudos.

Ich habe im letzten halben Jahr auf Strava Premium verzichtet und muss feststellen, dass etwas fehlt. Bewusst habe ich meine Trainingsfahrten auf privat gestellt und das Netzwerk gemieden. Am Ende zählt, was aufm Platz ist. Sagen die Fußballer und haben damit gewissermaßen auch Recht. Ich bin mitten in meinem Comeback auch wenn es bisher nicht auf Strava gewesen ist.

Motivation von innen und außen

Motivation muss von innen kommen. Man muss Bock haben auf Training, auf Fahrrad fahren, auf Mountainbike oder Rennrad. Und trotzdem ist ein Kommentar unter einem besonderen Training auch manchmal eine zusätzliche Motivation. Strava ist eine Bühne um seine Leistungen zu zeigen aber jede Fahrt zählt. Es gibt im Strava Stream keinen Unterschied zwischen Bio und E-Bike, zwischen Profil und Freizeitradlern oder den tausenden Nuancen dazwischen.

Strava kann auch Ideengeber sein für eigene Fahrradtouren. Ich habe schon so manchen Trail zuerst auf Strava entdeckt und bin ihn dann nachgefahren. Segmente laden ein sich selbst zu pushen. Und ob Komoot wirklich der bessere Routenplaner im Vergleich zu Strava ist möchte an dieser Stelle wirklich nicht vertiefen. Aber Heatmaps und Segmente sind bei der Tourplanung genauso vorteilhaft wie die verschiedenen Highlight auf Komoot.

#comebackstronger mit Strava

Ist es nicht gewesen? Oder ist es doch gewesen? Mit oder ohne Strava? Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden und natürlich ist die Aussage „ist es nicht auf Strava, ist es nicht gewesen“ nicht haltbar. Strava ist eine Verbindung von Fahrradfahrern und Läufern, die anderen Anbietern aus unterschiedlichen Gründen nicht gelingt. Auf Strava finde ich alle, egal welches Gerät zum Aufzeichnen benutzt wird, egal wieviele Trainingsstunden am Tag, Monat oder Jahr.

Ich bekomme Urlaube von Bekannten mit ohne zu wissen, dass sie in den Urlaub wollten. Ich finde neue Mountainbike Rennen. Ich verfolge die Entwicklung von Bekannten und freue mich über deren neue Bestleistungen. Ich finde neue Streckeninspirationen. Ja, ich entdecke sogar neue Urlaubsziele für mich. Und all das wäre nicht gewesen, wäre es nicht auf Strava.